Verbeamtung bei Psychotherapie möglich?

Verbeamtung von Lehrern: Psychotherapie und Selbstzahler

Die Verbeamtung von Lehrern ist in Deutschland sehr begehrt. Sie bietet viele Vorteile wie Jobsicherheit, eine gute Altersvorsorge und besondere finanzielle Vorteile. Doch was passiert, wenn ein Lehrer psychotherapeutische Hilfe benötigt? Könnte das die Verbeamtung gefährden? In diesem Blog beleuchten wir die möglichen Herausforderungen und stellen die Lösung „Selbstzahler“ vor.

Psychotherapie und Verbeamtung: Ein Dilemma?

Psychische Gesundheit wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Trotzdem gibt es noch Vorurteile, besonders wenn es um Psychotherapie geht. Für Lehrer, die verbeamtet werden möchten, kann der Weg zur psychischen Gesundheit zusätzliche Hürden mit sich bringen.

Die Hürde der Gesundheitsprüfung

Ein wichtiger Schritt zur Verbeamtung ist die Gesundheitsprüfung. Hierbei werden körperliche und psychische Erkrankungen geprüft. Eine psychische Erkrankung oder laufende Psychotherapie kann hier problematisch sein. Der Amtsarzt bewertet, ob der Bewerber dienstfähig ist und schätzt das Risiko einer zukünftigen Dienstunfähigkeit ein. Eine bekannte oder dokumentierte psychische Krankheit kann die Beurteilung negativ beeinflussen und zur Ablehnung der Verbeamtung führen.

Psychotherapie in Anspruch nehmen: Ja oder Nein?

Viele Lehrer fragen sich, ob sie überhaupt eine Psychotherapie beginnen sollten, angesichts der möglichen Risiken für die Verbeamtung. Doch die Entscheidung, Hilfe zu suchen, sollte nicht aus Angst vor beruflichen Konsequenzen getroffen werden. Psychische Gesundheit ist grundlegend für das persönliche Wohlbefinden und die berufliche Leistungsfähigkeit.

Die Lösung: Selbstzahler

Eine Möglichkeit, die Verbeamtung nicht zu gefährden und trotzdem die notwendige Unterstützung zu erhalten, ist es, die psychotherapeutischen Sitzungen privat zu bezahlen. Das bedeutet, dass die Therapie nicht über die Krankenversicherung abgerechnet wird und somit keine offiziellen Unterlagen darüber existieren, die in die Gesundheitsprüfung einfließen könnten.

Vorteile der Selbstzahler-Lösung

  • Anonymität und Datenschutz: Da keine Abrechnung über die Krankenversicherung erfolgt, bleibt die Therapie komplett privat. Es gibt keine Einträge in Krankenakten, die später bei der Gesundheitsprüfung eingesehen werden könnten.
  • Flexibilität: Selbstzahler haben oft eine größere Auswahl an Therapeuten und können schneller einen Therapieplatz finden, da sie nicht auf einen von der Versicherung zugelassenen Therapeuten angewiesen sind.
  • Unabhängigkeit: Der Selbstzahler-Status ermöglicht eine unabhängige Entscheidung über die Dauer und Häufigkeit der Therapie, ohne dass diese durch Versicherungsrichtlinien beeinflusst wird.

Die Entscheidung, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, sollte nicht aus Angst vor beruflichen Bedenken abgelehnt werden. Lehrer, die verbeamtet werden möchten und gleichzeitig psychotherapeutische Unterstützung benötigen, können durch die Selbstzahler-Lösung einen Weg finden, ihre psychische Gesundheit zu fördern, ohne ihre berufliche Zukunft zu gefährden. Es ist wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, die sowohl die persönliche Gesundheit als auch die beruflichen Ziele berücksichtigen.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten oder Unterstützung bei der Entscheidungsfindung benötigen, besuchen Sie meine Homepage. Dort finden Sie weiterführende persönliche Beratungsmöglichkeiten.

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